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Verhalten in der Trauer
Ihr Begleiter in schweren Stunden – Ratgeber und Hilfestellung
Der Verlust eines geliebten Menschen gehört zu den schwersten Momenten im Leben. Manchmal tritt der Tod plötzlich und unerwartet durch einen Unfall ein, ein anderes Mal müssen wir uns über Monate hinweg von einem Familienmitglied, Freund oder Kollegen verabschieden, während das Leben infolge einer langen und kräftezehrenden Krankheit langsam erlischt. Unabhängig von der Todesursache benötigen die Hinterbliebenen in genau diesem Moment Unterstützung, Hilfe und aufrichtiges Mitgefühl. Da jeder Mensch individuell ist, gehen wir auch unterschiedlich mit der Trauer um. Daher ist ein würdevolles und angemessenes Verhalten unerlässlich, um den Hinterbliebenen keinen zusätzlichen Schmerz zuzufügen.
Sobald ein geliebter Mensch von uns geht, sollte ein enges Familienmitglied die Verwandten und Freunde über den Todesfall informieren. Dabei ist darauf zu achten, dass diese schmerzliche Aufgabe einer Person übertragen wird, die dazu emotional in der Lage ist. Sollte die Familie durch das Ereignis zu stark belastet sein, kann auch ein enger Freund die Nachricht überbringen. Ein plötzlicher Tod erfordert besondere Rücksichtnahme, insbesondere gegenüber Schwangeren und älteren Menschen.
Dieselbe Person kann auch die Organisation der Bestattung sowie weitere Details wie religiöse Zeremonien oder Trauerfeiern übernehmen. Es ist üblich, die Öffentlichkeit ein bis zwei Tage vor der Beisetzung oder dem letzten Abschied durch eine Todesanzeige in der Tageszeitung zu informieren. Zudem ist es angebracht, Traueranzeigen am Wohnhaus sowie an vorgesehenen Stellen in der Nähe des Wohn- oder Arbeitsortes des Verstorbenen anzubringen.
TODESANZEIGEN, DANKSAGUNGEN und GEDENKKARTEN
In der Todesanzeige wird der vollständige Name des Verstorbenen mit allen Titeln angeführt. War der Verstorbene unter einem Kosenamen bekannt, kann dieser hinzugefügt werden. Bei Damen wird zuerst der aktuelle Nachname und darunter der Geburtsname angeführt. Unter dem Namen können der Beruf oder Ehrentitel genannt werden.
Es folgen das Geburts- und Sterbedatum sowie Zeit und Ort der Beisetzung und des religiösen Ritus (falls vorgesehen). Falls die Beerdigung bereits im engsten Familienkreis stattgefunden hat – etwa auf Wunsch des Verstorbenen oder der Angehörigen – wird dies ebenfalls kurz erwähnt. Die Familie wird in der Todesanzeige üblicherweise in folgender Reihenfolge aufgeführt:
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Ehepartner/in
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Kinder (nach Alter), Enkelkinder sowie deren Ehepartner
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Eltern und Schwiegereltern
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Geschwister und deren Ehepartner
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Nichten und Neffen beider Familien
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Tanten und Onkel
Nach der Familie können auch Personen genannt werden, die dem Verstorbenen besonders nahestanden. Bei einer außerehelichen Lebensgemeinschaft wird der Partner mit Namen angeführt; im Falle einer Verlobung wird der Name des Verlobten oder der Verlobten genannt. Geschiedene Personen werden in der Regel nicht aufgeführt.
Die Anzeige kann auch weitere wichtige Informationen enthalten, wie etwa ein Spendenkonto einer Wohltätigkeitsorganisation (anstelle von Blumen) oder die Bitte, von Beileidsbekundungen am Grab abzusehen. Es ist ein Gebot der Höflichkeit, diese Wünsche zu respektieren. Falls keine solche Bitte vorliegt, ist es üblich, einen Kranz ili angemessenen Grabschmuck zur Bestattung mitzubringen.
Nach der Beisetzung bedanken sich die Angehörigen oft bei denjenigen, die ihnen in der schweren Zeit beigestanden haben, durch eine Danksagung in der Zeitung. Diese kann Institutionen, Vereine oder Personen nennen, die den Verstorbenen zu Lebzeiten begleitet haben, sowie einen allgemeinen Dank an alle richten, die zur Beerdigung gekommen su ili ihr Beileid bekundet haben.
Über uns können Sie die Veröffentlichung in den Tageszeitungen beauftragen. Weitere Informationen finden Sie unter PRESSEMITTEILUNGEN.
KONDOLENZ UND BEILEIDSBEKUNDUNGEN
Das Beileid wird der Trauerfamilie persönlich (durch einen Besuch), telefonisch oder per Trauertelegramm ausgesprochen. Beileidsbesuche zu Hause werden meist zuerst von Verwandten und engsten Freunden abgestattet, während andere ein bis zwei Tage warten sollten. Besucher bleiben in der Regel nicht lange; sie sprechen ihr Mitgefühl aus und ziehen sich diskret zurück.
Es ist zudem möglich, sein Beileid unmittelbar vor oder nach der Trauerzeremonie auszudrücken. Den Familienmitgliedern reicht man dabei die Hand und spricht ein paar tröstende Worte. Besonders nahestehende Personen können sich auch mit einer Umarmung oder einem Kuss auf die Wange tränken.
DIE BESTATTUNG
Angemessene Kleidung für eine Bestattung ist Schwarz oder Dunkelgrau. Frauen können einen Hut tragen, für Männer sind eine schwarze Krawatte und ein weißes Hemd angemessen. Der Anzug sollte dunkel sein.
Der Trauerzug begleitet den Sarg zu Fuß von der Aussegnungshalle zur Grabstätte in folgender Ordnung:
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In den ersten Reihen geht die Familie.
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Männer stehen traditionell auf der rechten, Frauen auf der lüften Seite.
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Die übrigen Trauergäste folgen hinter der Familie.
Bei einer religiösen Zeremonie spricht ein Geistlicher oder ein Vertreter der Religionsgemeinschaft. Auch Familienmitglieder, enge Freunde oder ein professioneller Trauerredner können das Wort ergreifen, um an den Verstorbenen zu erinnern.
Wir bieten Ihnen das Verfassen und Halten von Trauerreden an. Weitere Informationen finden Sie unter:
DIE TRAUERREDE
Am Grab stellt sich die Familie nach dem Grad der Verwandtschaft auf. Nachdem der Geistliche den Sarg ein letztes Mal gesegnet hat, treten die Familienmitglieder nacheinander an das Grab und geben als Symbol des letzten Abschieds eine Handvoll Erde, eine Blume oder Blütenblätter hinein. Danach folgen die übrigen Trauergäste.
DER LEICHENSCHMAUS (KARMINE)
Nach der Beerdigung versammeln sich Familie und enge Freunde oft im Haus des Verstorbenen, in einem Restaurant oder einem anderen angemessenen Ort, um einander Trost zu spenden. Heutzutage ist es üblich, ein Catering zu organisieren, um die Familie in dieser belastenden Zeit von zusätzlichem Stress und Arbeit zu befreien.
Das Bestattungsunternehmen POKOP organisiert für Sie gerne ein Restaurant oder Catering sowie alles Weitere, was für den Leichenschmaus benötigt wird.
TRAUERZEIT
In städtischen Gebieten wird das Tragen von schwarzer Kleidung als Ausdruck der Trauer seltener, während es in ländlichen Regionen noch weit verbreitet ist. Unabhängig von diesem Wandel der Traditionen gebietet es der Respekt vor dem Verstorbenen, im ersten Monat nach dem Verlust keine großen Feierlichkeiten zu besuchen oder selbst zu organisieren.
Mo – So / 0-24
